Montag, 19. Juni 2017

Offenes Repository für Mikrofluidik-Experimente

Offenes Repository für Mikrofluidik-Experimente

19.06.2017 12:10 Uhr Helga Hansen

(Bild: metafluidics.org)

Wie Thinigiverse, aber für Experimente mit Flüssigkeiten auf kleinstem Raum: Mit Metafluidics gibt es jetzt eine Plattform, um Projekte von Flüssigkeitslogik bis zum Zellsortierer vorzustellen.

Mit der Open-Source-Plattform metafluidics will das Massachusetts Institute of Technology (MIT) Innovationen im Bereich der Mikrofluidik voranbringen. Sowohl digitale Schaltungen als auch biologische Prozesse lassen sich dabei mit Flüssigkeiten auf kleinstem Raum nachbilden und untersuchen. In den Artikeln wissenschaftlicher Journals fehlten aber meist die nötigen Konstruktionsdateien, um die Experimente selbst nachzuvollziehen, erläuterte David S. Kong, Direktor der Community Biotechnology Initiative des MIT.

Hier soll Open Source Abhilfe schaffen: In Anlehnung an die 3D-Druckplattform Thingiverse und das Software-Repository Github können auf Metafluidics eigene Projekte hochgeladen werden, inklusive der Materialliste und allen verwendeten Konstruktionsdateien. Die Seite richtet sich dabei explizit an alle Interessierten, sowohl aus Bildung und Forschung als auch dem Hobbybereich. Allerdings müssen Interessierte sich registrieren, um die Dateien herunterladen zu können. Aktuell gibt es zum Beispiel einen "Micromixer" aus dem 3D-Drucker, mit dem DNA-Stücke zusammengefügt werden können, oder eine mikrocontroller-gesteuerte Platte mit mehreren Kammern, in denen jeweils unterschiedlich viel Sauerstoff vorhanden ist.

Möglichkeiten in Makerspaces

Künftig sollen herausragende Projekte vorgestellt werden, etwa als Projekt der Woche. Auch Wettbewerbe kann Kong sich vorstellen: "Wer kann den schnellsten Partikelsortierer entwickeln? Wer kann Geräte bauen, in denen sich bestimmte Bakterien des Verdauungstrakts wohlfühlen?" Mit Teilnehmern aus möglichst unterschiedlichen Bereichen ergäben sich dabei ganz neue Möglichkeiten an Innovationen. Insbesondere seien Makerspaces ein Ort, neue Interessierte zu gewinnen. Dort gebe es die entsprechenden Geräte, um in das Feld einzusteigen, sowie zahlreiche günstige Ausgangsmaterialien von Papier bis Plastik. (hch)



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